Geld anlegen unter 18: Warum du möglichst früh mit dem Investieren beginnen solltest

Aktualisiert: Juli 21

#1 | Der Zinseszins dein Freund und Helfer beim Vermögensaufbau

Als Schüler, Auszubildender oder Student hast du einen großen Vorteil gegenüber den Menschen, die sich erst mit 30 oder 40 um ihren Vermögensaufbau kümmern. Du Hast Zeit!

Der Zinseszins ist umso stärker, desto länger bzw. öfter er wirken kann. Lass uns dieses Prinzip einmal an einem Beispiel verdeutlichen.


Sicherlich hast du schon einmal davon gehört, dass sich ein Blatt höchstens acht Mal in der Mitte falten lässt. Mit genügend Kraft lässt es sich jedoch beliebig oft falten. Ein Blatt hat eine Dicke von gerade einmal 0,01 Millimeter.


Wenn du das Blatt nun faltest, verdoppelt dich diese Zahl auf 0,02 Millimeter und wird beim nächsten Mal falten auf gerade einmal 0,04 Millimeter verdoppelt. Ziemlich öde.

Doch nach 42-mal falten, ist die Dicke des Papiers so groß, wie die Strecke von der Erde zum Mond! Fast unvorstellbar.


In der Mathematik nennt sich dieser Effekt exponentielles Wachstum. Dieses exponentielle Wachstum ist das Prinzip, welches hinter dem Zinseszins Effekt steckt.

Wenn du dieses Prinzip nun auf Geld überträgst, genießt du sehr starken Rückenwind beim Vermögensaufbau.


Natürlich wirst du dein Vermögen nicht von Jahr zu Jahr verdoppeln können. Das entspräche einer Rendite von 100%. Aber trotzdem macht der Zeitraum einen großen Unterschied.

Nehmen wir einmal an du wärst 20 Jahre alt und bist gerade in deiner Ausbildung oder deinem Studium. Du kannst in diesem Fall davon ausgehen, dass du mindestens noch 30 weitere Jahre Zeit hast, dein Vermögen aufzubauen.


Wenn du beispielsweise 500€ im Monat investierst und dieses Geld eine jährliche Rendite von 6% erwirtschaftet, erhältst du nach 20 Jahren rund 225.000€.

Wenn du dieses Geld jetzt jedoch noch 10 Jahre länger zu einer Rendite von jährlich 6% anlegst, erhältst du etwa 490.000€, also mehr als das Doppelte!


Du siehst also, dass es einen riesigen Vorteil hat, so früh wie möglich mit dem Vermögensaufbau zu beginnen.


#2 | Gewohnheiten für erfolgreichen Vermögensaufbau


Wenn du schon als Auszubildender oder Student mit dem Vermögensaufbau beginnst, wird es dir in Zukunft sehr viel leichter fallen, monatlich Geld zu sparen.

Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Diesen Spruch hast du sicherlich schon einmal gehört.


Das Ziel ist es also eine Reihe von Gewohnheiten zu installieren, welche dir wie automatisch dabei helfen Vermögen aufzubauen.


Du solltest es dir zum Beispiel zur Gewohnheit machen, stets zu Monatsbeginn einen bestimmten Betrag automatisch in einen Sparplan zu investieren bzw. auf ein Sparkonto einzuzahlen.

Oder du machst es dir zur Gewohnheit bei Gehaltserhöhungen immer 50% der Gehaltserhöhung zu sparen und nur die anderen 50% für die Erhöhung deines Lebensstandards zu benutzen.

Diese Regel nenne ich übrigens die 50:50-Regel. Natürlich kannst du auch mehr als 50% sparen, aber die sollten es mindestens sein.


Du könntest dir auch einmal überlegen welche Lebensmittel du jede Woche brauchst und diese in einem festgelegten Einkaufskorb zusammenfassen.

Wenn du dann einkaufen gehst, kaufst du nur die vorher festgelegten Lebensmittel. So verfällst du nicht in Spontankäufe und hast wieder Geld für deinen Vermögensaufbau gespart.


Es kann sein, dass es dir zu Beginn schwer fällt, diese Gewohnheiten in deinem Alltag zu integrieren. Vielleicht kennst du das auch aus anderen Lebensbereichen, wie beispielsweise beim Sport oder auch beim Lesen. Es muss einfach täglich gemacht werden, damit es zu einer Routine wird.


Denn erst wenn du diesen einen Punkt erreicht hast, indem du dich nicht mehr aktiv darauf konzentrieren musst, eine Entscheidung zu treffen, wie es beispielsweise beim Zähne putzen ist, wird es dir super einfach fallen diese Gewohnheit umzusetzen. Daher solltest du dich auf das Ziel fokussieren und diese Gewohnheiten regelmäßig in deinen Alltag einbauen.


#3 | Kein Vermögensaufbau, wenn du das Parkinsonsche Gesetz nicht kennst

Als erstes sollst du wissen, dass es sich hierbei nicht um die Krankheit handelt, sondern um ein Gesetz, welches von einem britischen Soziologen mit Nachnamen Parkinson entdeckt wurde.


Dieses Gesetz besagt, dass zur Verfügung stehende Ressourcen, wie zum Beispiel Geld oder Zeit, immer so weit ausgenutzt werden wie möglich. Als Auszubildender oder Student kennst du vielleicht folgende

Situation.


Du sollst eine Hausarbeit schreiben und hast dafür vier Wochen Zeit. Weil du ja noch so viel Zeit hast, lässt du es schön entspannt angehen.

In der vierten Woche fällt dir plötzlich wieder ein, dass da ja noch eine Hausarbeit im Terminkalender steht.

Langsam machst du dich an die Recherche und schließlich schreibst du die Hausarbeit innerhalb von 2-3 Tagen oder sogar in der letzten Nacht vor Abgabetermin. Bei mir ist das nicht anders.


Stell dir nun einmal vor, du hättest von Beginn an nur eine Woche Zeit gehabt. In dem Fall hättest du es wahrscheinlich genauso gut geschafft.


Beim Vermögensaufbau ist es genau das gleiche Problem, denn auch Geld ist eine Ressource!

Sagen wir mal du hast zum Beispiel die Angewohnheit dein ganzes Geld immer bis zum letzten Euro auszugeben. Dann wirst du das mit 3.000€ genauso schaffen wie mit 1.000€.

Das bedeutet, deine Ausgaben werden stets mit der Höhe deiner Einnahmen anwachsen. Und das wird den Vermögensaufbau unmöglich machen.

Du erkennst an dieser Stelle, wie wichtig es ist, mit der Hilfe von Gewohnheiten und Systemen, dem Anwachsen der Ausgaben einen Riegel vorzuschieben.

Zumindest in dem Maße, dass du kontinuierlich deinem Vermögensaufbau nachgehen kannst.


#4 | Umgang mit Verlusten beim Vermögensaufbau


Wenn du nun erkannt hast, wie sinnvoll es ist, früh mit dem Investieren zu beginnen, gibt es einen Satz, den du dir unbedingt merken solltest:

Rendite kommt von Risiko!

Desto höher deine Rendite ausfallen soll, umso eher musst du bereit sein, ein höheres Risiko einzugehen. Insbesondere im momentanen Nullzins-Umfeld.

Dabei ist es ganz normal, dass du Fehler machen wirst und du Kursschwankungen bei Börseninvestments aushalten musst.


Wenn du nun mit einem Depot von 1.000 Euro einmal 10% Verlust gemacht hast und selbst das noch nicht verkraftet hast, wie sollst du es dann erst verkraften, wenn du später dann mit einem 100.000 Euro Depot, 10% Verlust hinnehmen musst. Da wären mal eben 10.000€ weg. Aber keine Angst die kommen ja wieder, wenn die Kurse wieder steigen.


Ich schätze wir sind uns einig, dass 100 Euro Verlust als Schüler oder Student nicht so schlimm sind, wie 10.000 Euro mitten im Berufsleben.

Und das wird passieren. Es kommt immer zu Schwankungen an der Börse. Mal stärker, mal schwächer. Und genau dann ist es sehr wichtig, die eigenen Emotionen zu kontrollieren und nicht in Panik alles zu verkaufen.


Die größten Anlagefehler und Verluste basieren fast immer auf den Emotionen Gier und Angst, sowie dem Mangel an Wissen.


Je früher du Erfahrungen sammelst und lernst deine Emotionen zu kontrollieren, umso erfolgreicher wirst du investieren.


Wie du also siehst, sollten Schüler, Studenten und Auszubildende auf jeden Fall so früh wie möglich mit dem Investieren beginnen und ihren Vermögensaufbau starten.


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