Gold und die Wirtschaft

Aktualisiert: Juni 24

Der Einfluss von Gold auf die US- sowie die Weltwirtschaft war in der Vergangenheit enorm und ist es heutzutage sicherlich in einem gewissen Maße immer noch. Der Wert wird von der relativen Sicherheit im Verhältnis zu anderen Anlageklassen bestimmt.


01 | Wie Gold die Wirtschaft und dich beeinflusst


Die Auswirkungen von Gold auf die Wirtschaft variieren, je nachdem, wie sicher andere Anlagen sind. Erscheinen andere Anlagen als zu riskant, eignet sich Gold immer als eine gute Alternative um sein Vermögen abzusichern. Wie gesund die Wirtschaft ist, lässt sich relativ gut am Goldpreis ablesen. Zur Zeit des Goldstandards hatte das Edelmetall eine noch größere Bedeutung.


02 | Die Geschichte des Goldpreises


Bevor Gold zur Münzprägung verwendet wurde, hatte man sein Wert schon erkannt. Beispielsweise wurde Djer, der König der ersten ägyptischen Dynastie mit Goldschmuck begraben. Die Schönheit, der Glanz und die Formbarkeit von Gold machten es perfekt für viele Zwecke. Tatsächlich wurden die Ägypter Meister in der Kunst, Gold in Blätter zu schlagen.


Die erste Einsatz von Gold in Form von Geld fand 643 v. Chr. statt. 30 v. Chr. setzte der römische Kaiser Augustus den Goldpreis auf 45 Münzen pro Pfund fest. Sein Wert ist seitdem stetig gestiegen und erreichte 2011 einen Höchststand von 1.823 USD pro Unze. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung steht der Goldpreis bei ca. 1.740 USD. Es besteht also die Möglichkeit in naher Zukunft neue Höchstkurse zu erreichen. Es bleibt spannend.


03 | Gold, "Die ultimative Blase" ist geplatzt


Hatte der Rohstoffhändler George Soros Recht, als er sagte: "Gold ist die ultimative Blase"? Soros argumentierte, dass sich Gold im Gegensatz zu Immobilien, Unternehmensaktien oder sogar Öl leichter für Spekulationen eignet, da es nur einen sehr geringen intrinsischen Wert hat.


04 | Drei Gründe für ein Investment in Gold

  1. Ausgleich für fallende Aktienmärkte

  2. Absicherung gegen Inflation

  3. Absicherung gegen Währungsschwankungen

Aus diesen Gründen wird eine Investition in Gold als sicherer Hafen angesehen. Aber ist es wirklich so? Untersuchungen des Trinity College zeigen, dass ein gut diversifiziertes Portfolio auf jeden Fall Gold enthalten sollte. Je nach Risikoneigung des Anlegers sollte der Goldanteil im Depot zwischen 4 bis 9 Prozent betragen.


05 | Was du wissen solltest, bevor du Gold kaufst


Wenn der Goldpreis steigt, fragen sich viele Anleger ob sie nicht doch noch schnell einsteigen sollen und entwickeln FOMO (fear of missing out). Daher sollte man sich fragen, ob man ein guter Kandidat für den Kauf von Gold ist. Im Prinzip ist es wie bei jeder anderen Anlageklasse auch. Um Höhen und Tiefen auszusitzen und trotzdem noch ruhig schlafen zu können, sollte man nur Geld investieren, auf welches man nicht angewiesen ist und im schlimmsten Fall auch gänzlich verzichten kann. Des Weiteren sollte der Goldanteil in deinem Depot maximal 9, besser 5% betragen, um ein gewisses Klumpenrisiko zu auszuschließen.


06 | Was ist der Goldstandard?


Der Goldstandart bezeichnet eine Bindung von Gold an die jeweilige Währung. Das heißt, dass jedem Geldschein eine vorab festgelegte Goldmenge gegenübersteht. Die Währung basiert also nicht nur auf Vertrauen, wie es heutzutage der Fall ist, sondern auf einem wirklich materiellen Gegenwert in Form von Gold. Es bestand also die Möglichkeit zur Bank zu gehen und sein Papiergeld gegen Gold einzutauschen. Der Goldstandard erlaubte die Verwendung von leichtem Papiergeld für den Handel anstelle von schwerem Goldbarren. Der Goldstandard machte nicht nur Geldbörsen und Taschen leichter, sondern ermöglichte auch den globalen Handel.


Während der Finanzkrise 2008 sehnten sich viele nach einer Rückkehr zum Goldstandard. Es schien, als hätte das Geld jegliche konkreten Anhaltspunkte verloren. Eine Rückkehr zum Goldstandard hätte jedoch eine Deflation ausgelöst, die die damalige Situation vermutlich noch weiter verschlimmert hätte.

07 | Die Geschichte des Goldstandards

Wie zuvor schon erwähnt fand Gold im Jahre 643 v. Chr. seinen ersten Einsatz als Währung und zwar als Edelmetall, welches für die Münzprägung verwendet wurde. Reichtum wurde streng durch die Menge an Gold definiert, die man besaß. Im Laufe der Zeit löste sich Gold als Währung von den Münzen und man nutzte stattdessen Papiergeld. Das Papiergeld war trotzdem immer noch indirekt an den Goldwert gebunden.


Da der Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Währung angepasst, um den US-Dollar zur De-facto-Weltwährung zu machen. Dabei wurde der US-Dollar nur noch teilweise durch Gold gedeckt. Dieses System wurde als Bretton-Woods-System bezeichnet. Am 15. August 1971 wurde das System jedoch von dem damaligen US-Präsidenten Richard Nixon aufgehoben und 1973 die Wechselkurse freigegeben.

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