Was Du über Day Trading wissen musst

Aktualisiert: Juni 24

Day Trading bezeichnet Finanzgeschäfte, die weniger als einen Tag dauern und darauf abzielen, einen möglichst hohen Gewinn in möglichst kurzer Zeit zu erzielen. Einige sind sehr aktiv und machen jeden Tag viele Trades, während andere Trader möglicherweise nur ein oder zwei Trades pro Tag machen. Die gängigsten Day Trading-Märkte sind Aktien, Forex und Futures. Daytrading kann je nach Stil des Traders eine Teilzeit- oder Vollzeitkarriere sein. Es kann für einige lukrativ sein, aber die langfristige Erfolgsquote ist niedrig.


Wie du eventuell selber weißt, gibt es einen regelrechten Hype um das Day Trading. Einige Websites bewerben es und preisen es als Möglichkeit an, schnell reich zu werden (was nicht so ist), andere sagen, es sei unmöglich (auch nicht wahr). Man muss wissen das trotz der ganzen Kritik auf der ganzen Welt Daytrader leben, die Erfolg haben und nur von dem Trading leben und nicht wie gewisse andere Personen, nur durch ihre Kurse Geld verdienen. Die Wahrheit liegt also irgendwo zwischen diesen beiden Extremen. Falls du also schon einmal über das Day Trading nachgedacht hast und mehr dazu wissen willst, solltest du dran bleiben, um die Kernkonzepte zu verstehen.


Zeiteinsatz bis zum erfolgreichen Trader


Daytrading ist weder eine Karriere durch die du schnell reich wirst, noch etwas, bei dem es Jahre dauert, um eine gewisse Konsistenz zu erreichen. Du solltest mit einem halben bis ganzen Jahr Arbeitseinsatz rechnen, um deine Fähigkeiten zu verbessern und deine Strategien zu üben, bevor du in den Echtgeldhandel einsteigen kannst.


Der schwierigste Teil ist zu erkennen, wann eine bestimmte Strategie funktioniert und wann eben nicht. Denn die Märkte verhalten sich immer anders und in dem einen Monat kann deine Strategie super funktionieren und in dem nächsten Monat eventuell gar nicht mehr. Daher musst du als Daytrader sehr anpassungsfähig sein, da kein Tag am Markt gleich ist.


Das Problem, welches die meisten neuen Trader erfahren, ist, dass sie viele Monate keine feste Strategie verfolgen und diese in einem Demo-Konto verfeinern, bevor sie ihr eigenes Kapital investieren. Schlussendlich resultiert daraus, dass sie keine Ahnung haben, wie sie ihre Trades platzieren sollen und sich daher nach Lust und Laune entscheiden. Das Demo-Konto sollte als Testgelände dienen, auf dem neue oder auch erfahrene Händler Ideen testen und sehen können, was funktioniert. Des Weitern werden durch dieses Vorgehen deine psychologischen Fähigkeiten für den Handel (wie Geduld, Disziplin und Konzentration) geschult.


Wenn du es also wirklich ernst meinst, solltest du jeden Tag über einen Zeitraum von sechs bis 12 Monaten diverse Strategien testen und im Handel einsetzen, sowie aus deinen Fehlern lernen. Denn im optimalen Fall, machst du diese Fehler nur im Demo-Konto und dein echtes Kapital bleibt verschont.


Du wirst mit Sicherheit zu verschiedenen Zeiten traden. Dabei wirst du nach recht kurzer Zeit feststellen, wann du Höchstleistungen erbringst. Du solltest dich auf jeden Fall auf diese Zeiten konzentrieren. Während das Üben im ersten Jahr mehrere Stunden pro Tag dauern kann, handeln viele erfahrene Daytrader nur ein bis drei Stunden pro Tag.


Allgemein gilt, dass nur etwa 5 Prozent aller Daytrader erfolgreich sind. Doch das ist recht einfach zu erklären, denn überlege dir mal wie wahrscheinlich es ist, dass sich jemand 6 bis 12 Monate hinsetzt und auf einem Demo-Konto traden lernt. Denn dir muss klar sein, dass du während der Zeit in der du auf dem Demo-Konto tradest, keinen einzigen Cent verdienen wirst.

Der Weg zum erfolgreichen Trader erfordert also eine Menge Disziplin.


Day Trading Arten


Es gibt eine Reihe von Handelsstrategien für das Day Trading, doch im Endeffekt kommt es auf deine persönlichen Präferenzen an. Einige Händler sind sehr aktiv und setzen mit großen Positionen auf sehr kleine Preisbewegungen. Diese Art von Händler wird als Scalper bezeichnet. Sie machen dutzende von Trades pro Tag (was nicht unbedingt erforderlich ist).


Ein anderer Ansatz ist es, größere Preisbewegungen zu erfassen, wodurch man auch weniger Trades eingehen muss. Diese Trades dauern in der Regel länger als die eines Scalper, können jedoch auch nur von kurzer Dauern sein.


Der Großteil der Händler nutzt Charts und Anzeigen des Handelsvolumen, um festzustellen, wo Aufträge von anderen Marktteilnehmern aufgegeben werden. Diese beiden Tools sind den Händlern dabei behilflich, Handelsentscheidungen zu treffen. Einige Händler konzentrieren sich möglicherweise auch auf bestimmte Nachrichtenereignisse oder handeln aufgrund von statistischen Tendenzen, die sie untersucht haben.


Kapitalanforderungen für das Day Trading


Unterschiedliche Märkte erfordern unterschiedliche Kapitalmengen für den täglichen Handel. Aktien sind beliebt, aber auch am kapitalintensivsten. Wenn du ganz neu ins Daytrading einsteigst, solltest du erst einmal mit sehr begrenztem Risiko und kleinen Positionen handeln. Das schließt anfangs den Handel mit Futures und Optionen aus. Durch die Pattern Daytrader Regel, die ein Mindestkapital von $25.000 beim Handel mit US Aktien fordert, fällt für Anfänger meistens auch dieser Markt aus.


Daher beginnen viele Trader mit dem Forexmarkt, bei dem es auch möglich ist, mit wesentlich kleineren Konten zu handeln. Einige Anbieter ermöglichen einen Handelseinstieg sogar schon ab 10€. Allerdings ist eine so kleine Einzahlung nicht sinnvoll, da du keinerlei Spielraum hast, um einen kleinen Verlust hinzunehmen. Für den Anfang solltest du ein Mindestbetrag von 250€ einplanen, sinnvoll sind 1.000€ und mehr. Bei Forex ist eine Hebelwirkung von bis zu 50: 1 (oder mehr in einigen Ländern) verfügbar. Während eine Hebelwirkung von 50: 1 wahrscheinlich übertrieben ist, können Händler mit einer Hebelwirkung von 5: 1 oder 10: 1 Positionen einnehmen, die das Fünffache oder Zehnfache ihres eingesetzten Kapitals betragen.


Hebel können zwar die Rendite steigern, jedoch auch große Verluste verursachen und sogar zu einem negativen Kontostand führen (aufgrund des Maklergeldes). Daher solltest du den Hebel immer mit Vorsicht genießen und eine Stop-Loss-Order für deine Trades verwenden.


Welche Märkte werden gehandelt?


Aktien, Devisen (Forex), und Futures sind die beliebtesten Tageshandelsmärkte. Sie alle sind gute Märkte und bieten ein ähnliches Gewinnpotential. Welchen Markt du wählst, hängt von dir persönlich ab.


Aktien-Day-Trading befasst sich mit dem täglichen Kauf und Verkauf von Aktien eines Unternehmens oder verschiedener Unternehmen.


Der Forexmarkt ist der Fremdwährungsmarkt (Devisen). Das beliebteste Währungspaar für den Tageshandel ist der Euro / US-Dollar (EUR / USD). Der Tageshandel dieses Paares beinhaltet den Kauf, wenn der EUR gegenüber dem USD voraussichtlich steigen wird, oder den Verkauf, wenn der EUR gegenüber dem USD voraussichtlich fallen wird.


Futures sind Kontrakte, die Käufer und Verkäufer zu einem bestimmten Preis zusammenbringen, wobei der Käufer sich bereit erklärt, diesen Preis für den Vermögenswert zu zahlen, wenn der Kontrakt in der Zukunft ausläuft. Der Verkäufer erklärt sich damit einverstanden, den Vermögenswert, wie beispielsweise Öl, nach Ablauf des Vertrages an den Käufer zu liefern. Daytrader müssen niemals den tatsächlichen Vermögenswert liefern oder bezahlen, da alle Positionen innerhalb des Tages eröffnet und geschlossen werden (keine offenen Verpflichtungen).


Jeder Markt hat seine eigenen Nuancen und braucht Zeit zum Lernen. Du solltest dich auf einen Markt konzentrieren und versuchen, in diesem Markt so gut wie möglich zu werden Letztendlich können Daytrader mehrere Märkte beobachten und handeln, doch als Anfänger sollte der Fokus auf nur einem dieser Märkte liege.

Wie viel kann ich mit dem Day Trading verdienen?


Die Diskussion über den Verdienst von Day Tradern ist irrelevant, da die Unterschiede einfach zu groß sind, um den Verdienst zu pauschalisieren. Auf der einen Seite existieren Day Trader, die kaum ihren Lebensunterhalt decken können (und viele, die Verlust erleiden) und wiederum Trader, die hunderttausende Dollar pro Jahr verdienen.


Der beste Weg, um einen Hinweis auf dein Gewinnpotential zu erhalten, besteht darin, mit dem Demo-Konto zu beginnen. Um einen möglichst akkuraten Wert zu erhalten, solltest du den gleichen Betrag verwenden, den du auch bei deinem Echtgeld- / Live-Konto verwenden wirst. Nach 6 Monaten bis 12 Monaten hast du mit Sicherheit eine gute Vorstellung davon, ob dein Day Trading profitabel ist und in welchem Bereich dein Gewinn voraussichtlich liegen wird.


In Bezug auf den erwarteten Gewinn werden nachfolgend einige allgemeine Richtlinien erörtert.


Es wird empfohlen, dass neue Trader nur 1 Prozent ihres Kontos (oder weniger) für einen Trade riskieren. Dies bedeutet, dass ein Handelsverlust nur einen sehr geringen Einfluss auf die Gesamtkapitalbilanz hat.


Wenn Händler ein Risiko von 1 Prozent pro Handelstag eingehen, können sie damit rechnen, zwischen 10 und 30 Prozent pro Monat zu verdienen. Dies ist nicht das, was ein Trader machen wird, sondern ein Ziel, auf das er hinarbeiten muss. Je nach Kontogröße und dem jeweiligen Markt, werden die Ergebnisse variieren.


Je mehr Kapital ein Händler hat, desto geringer ist normalerweise die prozentuale Rendite. Es ist einfacher, mit kleineren Kapitalmengen hohe prozentuale Renditen zu erzielen als mit großen Kapitalmengen.


Hürden für erfolgreiches und konsistentes Daytrading


Jeder Tag am Markt ist anders, weshalb Trader eine Methode benötigen, die unter nahezu allen Marktbedingungen funktioniert. Das bedeutet nicht, dass ein Daytrader jeden Tag gewinnt. Im Gegenteil, selbst mit einer großartigen Methode kann es immer noch mehrere Verlusttage im Monat geben. Es ist nicht wichtig, jeden Trade oder jeden Tag zu gewinnen, sondern die Bilanz am Ende am Ende der Woche oder am Ende des Monats sind entscheidend.


Um dieses Ziel zu erreichen musst du eine Strategie finden oder entwickeln, die sich den Marktbedingungen anpasst. Außerdem solltest du darauf achten, dass dein System nicht zu komplex ist, sprich zu viele Indikatoren oder ständige Forschung erfordert.


Daytrader stehen auch vor psychologischen Hürden, denn am Ende des Monats gibt es keinen garantierten Gehaltscheck. Hast du also einmal einen schlechten Monat, kannst du deine Rechnungen eventuell nicht begleichen. Im Optimalfall hast du Rücklagen mit denen du 3-6 Monate ohne ein zusätzliches Einkommen überleben könntest. Hast du diesen Schutzschild aber nicht, könnten deine Aktion in einem Teufelskreis enden. Denn wenn du einen schlechten Monat hast, kannst du deine Rechnungen nicht begleichen und wirst im nächsten Monat wahrscheinlich mehr Risiko als die 1% eingehen. Schlussendlich führt dieses irrationale Verhalten dazu, dass du sehr schnell viel Geld verlieren wirst.


Um diesen Fehler also vermeiden, solltest du dich immer an deine eigenen Regeln halten und niemals mehr als 1% deines Kapitals riskieren, egal wie der vorherige Monat lief.


Investiere in dich selbst, nicht in Trading-Gimmicks


Software und knifflige Produkte, die über Nacht Reichtum versprechen, sind in der Regel nur von kurzer Dauer. Sie funktionieren möglicherweise eine Weile, scheitern letztendlich jedoch immer. Anstatt in den Handel mit Produktbetrug verwickelt zu werden, ist es viel besser, deine Zeit und dein Geld in eine vernünftige Trading-Ausbildung zu investieren.


Außerdem solltest du dir auch Bücher über die Börse und besonders das Day Trading kaufen. Empfehlenswert ist es auch, einen persönlichen Coach zu haben oder einen Video Kurs zu kaufen, in dem dir erprobte Strategien beigebracht werden, mit denen du langfristig und profitabel traden kannst. Investiere dein Geld jedoch nur in eine Ausbildung von Coaches denen du vertraust und die bereits zuvor sehr gute Resultate erzielt haben.

Falle nicht auf Handelssignale herein, für die du teure Abonnements abschließen musst. Denn bei Handelssignalen verlässt du dich immer auf andere und triffst keine eigenständigen Entscheidungen, es hat also wenig mit Trading zu tun.


Investierst du jedoch von Anfang an in dich selbst, bist du unabhängig von anderen und kannst mit deinen eigenen Fähigkeiten Geld verdienen.


Fazit zum Day Trading


Du solltest auf jeden Fall mit 6-12 Monaten Trainingszeit rechnen, bevor du wirklich konstant profitabel traden wirst. Natürlich kann sich dein Erfolg auch früher einstellen, je nachdem wie viel Arbeit du in das Projekt hineinsteckst und natürlich auch abhängig von deiner Disziplin und deiner Fähigkeit, rational zu handeln.

Für den Beginn ist ein Grundkapital von 1000€ ausreichend, doch je mehr Geld du zur Verfügung hast, desto schneller kannst du vom Day Trading leben, sofern du dich an den Plan hältst und deine Strategien zu 100% beherrschst.


Tagesgeschäfte erfordern jedoch mehr Geld als nur eine Einzahlung in das Depot. Ein guter PC, ein anständiger Monitor und eine Handelsplattform sowie Datenfeeds müssen auch bezahlt werden. Bei vielen Brokern sind die Datenfeeds für verschiedene Märkte kostenpflichtig. Daher solltest du dich zu Beginn nur auf einen Markt spezialisieren, um dort möglichst gut zu werden.


Außerdem ist ein konstantes Einkommen in den ersten sechs bis 12 Monaten eher unwahrscheinlich. Falls du also versuchst, mit dem Handel deinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften, solltest du deine Lebenshaltungskosten senken und zuvor schon recht hohe Rücklagen aufgebaut haben.


Beim traden sollte dein Fokus auf dem Einsatz von einfachen und simplen Strategien liegen, an denen du selbst arbeiten kannst, um sie für deinen Zweck zu optimieren.

Langfristig gesehen solltest du auf jeden Fall in dich selbst und in eine Trading-Ausbildung investieren, um unabhängig von anderen zu sein und eigenständig Geld verdienen zu können.


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Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse. Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

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