Wird der nächste Börsencrash eine Rezession verursachen?

Aktualisiert: Juli 24

Der nächste Börsencrash kann leicht eine Rezession auslösen und der Grund dafür ist, dass Aktien Anteile eines Unternehmens sind. Infolgedessen spiegelt der Aktienmarkt das Vertrauen der Anleger in die künftigen Gewinne aller Unternehmen wider. Die Unternehmensgewinne hängen von der Gesundheit der Wirtschaft ab. Dies macht den Aktienmarkt zu einem führenden Wirtschaftsindikator für die Wirtschaft.


Ein Crash signalisiert einen massiven Vertrauensverlust in die Wirtschaft und wenn dieses Vertrauen nicht wiederhergestellt wird, führt dies zu einer Rezession. Außerdem verängstig ein Crash die Bürger, wodurch sie vermutlich weniger konsumieren. Dies ist ein großer Schlag für die Wirtschaft, da die Verbraucherausgaben die größte Komponente (70%) des Bruttoinlandsprodukts darstellen.


Wichtig: Ein Crash bedeutet auch weniger Finanzierung für junge Start-Ups, da Sie einen Großteil ihres Kapitals durch die Ausgabe von Aktien erhalten. Je weniger Geld sie erhalten, desto geringer ist auch das Unternehmenswachstum.


Schließlich verlangsamt ein rückläufiger US-Aktienmarkt das globale Wirtschaftswachstum. Erstens werden die anderen Aktienindizes sinken, obwohl eine Rezession möglicherweise nicht sofort auf einen Crash folgt. Beispielsweise fiel der Dow Jones Industrial Average im ersten Quartal 2007 in einer Woche um mehr als 600 Punkte. Im Laufe des Jahres erholte er sich wieder und stieg im Oktober auf einen Höchststand von 14.000. Obwohl der Absturz selbst keine Rezession verursachte, signalisierte er, dass eine kommen würde.


Eine andere Möglichkeit, eine Rezession nach einem Crash zu vermeiden, besteht darin, dass die Federal Reserve das Vertrauen in den Markt wiederherstellen kann. Ein gutes Beispiel ist der Börsencrash von 1987, auch Black Monday genannt. Am 19. Oktober fiel der Dow Jones um 22,61%. Es war der größte eintägige prozentuale Rückgang in der Geschichte des Aktienmarktes. Die Anleger gerieten in Panik über die Auswirkungen der Anti-Übernahmegesetzgebung im Kongress und die Gesetzesvorlage hätte den Steuerabzug für Kredite zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen bedeutet. Computergestützte Aktienhandelsprogramme verschlimmerten den Ausverkauf, sodass die Fed sofort damit begann, Geld in Banken zu pumpen. Infolgedessen stabilisierte sich der Markt.


Wann kommt es zum nächsten Börsencrash?


Der nächste schwere Kurssturz tritt höchstwahrscheinlich nach einem Anfall irrationalen Überschwangs auf. Die Anleger sind so zuversichtlich, dass die Aktienkurse weiter steigen werden, dass sie die zugrunde liegenden Werte aus den Augen verlieren. Dies geschieht nur in der späteren Expansionsphase des Konjunkturzyklus. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wirtschaft seit einiger Zeit, vielleicht auch schon seit Jahren, voll ausgelastet. Dies bedeutet, dass es kaum unentdeckte Investitionsmöglichkeiten gibt.


Infolgedessen versuchen Anleger den Markt zu übertreffen, suchen nach übersehenen Gewinnen und investieren mehr Geld in Anlagen mit schlechten Renditen. Ohne eine fundamentale Analyse der zugrunde liegenden Wertpapiere, investieren sie in alles, was in den letzten Tagen gestiegen ist. Dies erzeugt eine Vermögensblase. Platzt diese Blase, stürzt die Börse ab. Nachfolgend kann sich aus diesem Kursrückgang, auch eine Rezession entwickeln.


Mehr Beispiele


Um herauszufinden, wann ein Börsencrash eine Rezession verursacht hat, reicht ein Blick in die Geschichte.


  • In den 1920er Jahren blühte der US-amerikanische Börsenmarkt. Viele Menschen legten zunehmend Geld in Aktien an und nahmen dafür bei Banken Kredite auf. Aufgrund der hohen und unkontrollierten Investitionen kam es folglich zu einer Spekulationsblase. Als der Aktienindex Dow Jones im Oktober 1929 nur noch langsam anwuchs, wurden viele Anleger auf einmal panisch und verkauften ihre Aktien. Es kam zu einem Börsencrash, der aufgrund des Datums am 25. Oktober 1929 als „Schwarzer Freitag“ in die Geschichte einging

  • Am 15. September 2008 fiel der Dow um 500 Punkte - der schlimmste Rückgang seit dem Tiefpunkt der Rezession von 2001. Die Insolvenz der Bank "Lehman Brothers" führte in den Märkten zu einer Vertrauenskrise. Finanzunternehmen wussten, dass sie gezwungen sein würden, die Verluste zu verkraften, die sie durch die Subprime-Hypothekenkrise erlitten hatten. Als der Wert der Aktien dieser Finanzunternehmen fiel, wussten sie, dass es ihnen schwer fallen würde, neues Kapital zu beschaffen, um ihre Verluste zu decken und neue Kredite aufzunehmen. Jede Bank ohne ausreichende Kapitalreserven, würde diese Krise nicht überleben. Diese Tatsache hätte die Wirtschaft in eine Rezession versetzen können.

  • Am 5. Oktober 2008 fiel der Dow von über 10.000 auf unter 8.500, was einem Rückgang von 15% in einer Woche entsprach. Dies signalisierte einen plötzlichen und extremen Vertrauensverlust sowohl in den Markt als auch in die zugrunde liegende Wirtschaft. Es löste die große Rezession von 2008 aus.

  • Andere Börsencrashs in der Vergangenheit waren ebenfalls signifikant, verursachten jedoch keine sofortige Rezession. Der Schwarze Montag von 1987 verzeichnete den höchsten prozentualen Rückgang an einem Tag, als der Dow um 20,7% fiel.


Wie es dich beeinflusst


Was solltest du tun, um sich Dich zu schützen? Zunächst einmal keine Panik. Der Boden eines Bärenmarktes weist enorme Schwankungen und Volatilität auf. Das führt zu Panik- und Doom-and-Gloom-Vorhersagen von Ökonomen. Eine Rezession macht keine Depression. In anderen Teilen der Welt gibt es immer wirtschaftliches Wachstum. Die einzige Möglichkeit, festzustellen, ob ein Börsencrash eine Rezession verursacht, besteht darin, die Wirtschaftsindikatoren genau zu verfolgen.


Du findest mich auch auf Instagram, Facebook und Twitter.


Die genannten Informationen dienen nicht der Steuer-, Investitions- oder Finanzberatung. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, der Risikotoleranz oder der finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers präsentiert und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf zukünftige Ergebnisse.


Risikohinweis: Investieren ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

0 Ansichten

© 2020 by Teenvestment | Impressum | Disclaimer & Rechtliche Hinweise